Nachdem es in Tübingen bereits eine Konferenz zum Islam in Oman gab, kann man nun auch in Bamberg eine Ausstellung zu der speziellen omanischen Ausprägung des Islam besuchen.

Der Islam erscheint in der aktuellen Debatte immer wieder als intolerante Religion. Die fehlende Religionsfreiheit in islamisch geprägten Ländern wird kritisiert. Die Auseinandersetzung mit der Ibadhiyah versucht dieses verzerrte Bild gerade zu rücken. Die Wanderausstellung „Religiöse Toleranz. Der Islam im Sultanat Oman“ ist eine Leihgabe der Arabia Felix Synform GmbH und wird vom Ministerium für religiöse Stiftungen und Religionsangelegenheiten des Sultanats Oman gefördert. Noch bis zum 27. Juni im Foyer des Marcus-Hauses, Markusplatz 3, Raum 227 N, kann man sich über die Ibaditen im Oman informieren. Die Ausstellung zeichnet ein Bild des Oman als traditionsreiches, aber auch modernes Land, in welchem große Religionsfreiheit herrscht.

Auch auf der Website zur Ausstellung kann man sich umfassend informieren. Man kann dort den Katalog herunterladen, der zahlreiche informative Texte zum Oman und zur Entstehung der Ibadhiyah enthält. Außerdem gibt es einen sehr sehenswerten Film über den Oman.

Bleibt zu hoffen, dass das Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg, welches diese Ausstellung in Bamberg initiiert hat, die Menschen anspricht, die nicht zu dem üblichen Dunstkreis der am Kulturdialog Interessierten gehören. Denn diese gilt es, zu erreichen. Sie sollten ein differenzierteres Bild vom Islam und der arabischen Kultur erlangen, als es in den Medien vermittelt wird.

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