Eine deutsch-österreichische Studie hat das Bild der Ostdeutschen in den Medien untersucht. Dabei haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass sich an dem Bild von den “Ossis” in den letzten 20 Jahren wenig geändert hat.

Die Studie fand heraus, dass beispielsweise die “tageszeitung” die Ostdeutschen häufig als “von der Diktatur deformierte, autoritäre Persönlichkeiten” dargestellt werden, während sie im F.A.Z. -Diskurs eher als unbelehrbare Nostalgiker erscheinen, die der Demokratie fern stehen.

Oft werden die “Ossis” als passive Objekte politischer Aktivitäten des Westens oder als Empfänger von Zuwendungen dargestellt. Wen wundert es da, dass sich die Ostdeutschen falsch präsentiert sehen. So ist es auch kaum verwunderlich, dass der Marktanteil der großen überregionalen Tageszeitungen in Ostdeutschland geringer ist, als im Westen. Rainer Gries erklärt es so: “Alle Zeitungen bedienen die Bedürfnisse ihrer Leser – und diese sitzen mehrheitlich im Westen des Landes.”

Diese Aussage wirft wieder einmal die Frage auf: Wird in der Zeitung die Realität objektiv wiedergegeben? Oder lesen wir das, von dem die Medienmacher meinen, dass wir es lesen wollen.

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