Neue Bücherschau in der Universitätsbibliothek Leipzig

Die Universitätsbibliothek Leipzig hat in ihrem Bestand viele alte Schätze. Sie ist bemüht, diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So wurden die Teile des Codex Sinaiticus, welche in Leipzig liegen, online mit den anderen Teilen, die in aller Welt verstreut sind, zusammengeführt. Im Jahr 2008 zeigte die UB in der Ausstellung „Ein Garten im Ärmel“ orientalische Handschriften und für die aktuelle Ausstellung wurden „Leipziger Judentümer“ aus den Magazinen geholt.

In der Ausstellung sind Schriften, die sich mit jüdischer Kultur, Sprache, Wissenschaft und Geschichte beschäftigen, zu sehen. Die heute klar differenzierten Begriffe „jüdisch“, „hebräisch“ oder „orientalisch“ waren in der Frühen Neuzeit (15. bis 18. Jahrhundert) keineswegs deutlich voneinander getrennt. Ebenfalls ließen sich Wissensbereiche wie Geschichte, Literatur, Recht, Wissenschaft oder Esoterik nicht klar abgrenzen. Der offene Begriff „Judentümer“ wurde deshalb als Titel für die Ausstellung gewählt.

Der Universität Leipzig kommt eine besondere Bedeutung zu, denn hier setzte man sich schon lange vor der Herausbildung der „Wissenschaft des Judentums“ im 19. Jahrhundert mit der jüdischen Kultur auseinander. Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in die Wissenskultur dieser Zeit.

Die „Leipziger Judentümer“ sind noch bis zum 25. April 2010 in der Universitätsbibliothek Leipzig zu sehen.

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