Das deutsch-französische Forschungsprojekt „PROMETEE – Understanding Property in Moslem Traditional Environments“ beschäftigt sich mit dem Entwicklungsprozess muslimischer Rechtsvorschriften. Das interdisziplinäre Projekt aus Rechtswissen und Ethnologie geht der Frage nach, wie Muslime mit europäischen Rechtsnormen umgehen. Hat ihre islamisch geprägte Denkweise Einfluss auf ihr Rechtsverständnis und damit auch auf ihr Rechtsverhalten? Untersucht werden soll dies anhand des Eigentumsrechts, da dieser Bereich nahzu alle Menschen berührt. Es werden zum Beispiel Testamente, Verträge von Bankgeschäften, Gerichtsakten und Urteile analysiert.

Die Forschung wird am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und am Centre Nationale de la Recherche Scientifique (CNRS) in Frankreich durchgeführt. Regional begrenzt sich die Forschung auf den deutschsprachigen Raum Europas sowie auf drei afrikanische Länder, in denen die Kolonialzeit jeweils sehr unterschiedliche Spuren des französischen Rechts hinterlassen hat.

Gefördert wird das Projekt mit mehr als einer halben Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Agence nationale de la Recherche (ANR). Es ist auf drei Jahre angelegt.

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