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Posts Tagged ‘Afghanistan’

Das Töten fällt leichter. Oder: Vom Verlust der Menschlichkeit


Die Nachrichten der letzten Wochen haben mir förmlich das Herz zerrissen. Bilder von grausamen Taten der US-Soldaten in Afghanistan machten einmal mehr die Runde in den Medien. Soldaten, die grinsend ihre Opfer auf Fotos präsentieren. Sie schneiden ihren Opfern Finger ab und nehmen diese als Trophäen mit. Ein „kill team“, wie es sich wohl selbst nannte, plante die grausamen Morde an Zivilisten langfristig. Ein 15-Jähriger Junge wurde umgebracht. Einfach so. Dieser Junge hatte Eltern, Geschwister, Freunde. Vielleicht war er gut in der Schule, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall war er unschuldig. Es gab keinen Grund, diesen Jungen zu ermorden.

Ich kann trotz aller Erklärungsversuche nicht begreifen, wie Menschen so etwas Niederträchtiges tun können. Das, was wir sehen, ist sicher nur die Spitze eines Eisberges, dessen Ausmaß an Unmenschlichkeit wir noch nicht einmal erahnen können. Wir kennen die Fotos aus Abu Ghraib und die Angriffe der US-Soldaten auf Journalisten in Irak, die es kaum erwarten können, nochmals auf einen davonkriechenden Schutz suchenden Verletzten zu schießen. Aber all diese Vorfälle sind nur einige wenige, die bekannt werden. Was wissen wir nicht? Read More…

Therapie für ein traumatisiertes Land

Afghanistan ist ein von Konflikten zerstörtes Land. Die Friedrich-Ebert-Stiftung sucht in Afghanistan seit 2002 nach Möglichkeiten die Konflikte zu lösen. In dem Buch „Konfliktbearbeitung in Afghanistan – Die systemische Konflikttransformation im praktischen Einsatz bei einem Großgruppenkonflikt“ wird eine sehr zukunftsfähige neue Methode vorgestellt. Read More…

Indianerkriege im Nahen Osten

In der Fachzeitschrift American Anthropologist* untersucht Stephen Silliman, wie die Metapher „indian country“ („Indianerland“) in US-Militäreinsätzen verwendet wird. Der Begriff wird benutzt, um feindliches, ungesichertes und gefährliches Territorium zu beschreiben. Der Autor erläutert seine Verwendung im Vietnamkrieg, im Irak und in Afghanistan, und untersucht die Bedeutungen, welche der Begriff transportiert. Read More…

Im Namen der Freiheit in die Barbarei

Canforas Buch zeigt einen geschichtlichen Abriss der Befreiungsrhetorik.

Nachdem die Veröffentlichung des Buches “Kurze Geschichte der Demokratie” in Deutschland eine Kontroverse ausgelöst hatte, erschien 2008  “Die Freiheit exportieren. Vom Bankrott einer Ideologie” von Luciano Canfora in der deutschen Übersetzung. Darin polemisiert der Philologe gegen die Befreiungsrhetorik, welche es Staaten erlaubt, hinter der Kulisse von Demokratisierungs- oder Freiheitsbestrebungen eine imperialistische Strategie zu verfolgen. Read More…