UN-Sondergesandte für die Konfliktlösung

Angesichts der Meldungen über die zahllosen Konflikte überall auf der Welt fragt man sich bisweilen, welche Lösungsstrategien es dafür geben kann. Nach den viel kritisierten Entscheidungen Russlands und Chinas in Bezug auf den Konflikt in Syrien, will Russland nun offenbar einen UN-Sondergesandten nach Syrien schicken. Dieser Sondergesandte wäre dann einer von derzeit fast 70 Vermittlern, die im Auftrag der Vereinten Nationen an der Lösung von Konflikten mitarbeiten.

Was diese Sondergesandten in Konfliktsituationen erreichen können und wie sie dabei vorgehen, das erforscht gerade Prof. Dr. Manuel Fröhlich von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In einer Pilotstudie wurde von Fröhlich und seinen Mitarbeitern bereits eine Datenbank zu den Einsätzen der UN-Sondergesandten seit 1945 angelegt.

Die Forscher können nun der Frage nachgehen, wie einzelne Personen zur Lösung eines Konfliktes beitragen können. Die Vermittler können allein keine Konflikte lösen. „Dennoch haben wir Hinweise, dass bei allen Unwägbarkeiten und strukturellen Problemen in Konfliktländern durchaus die jeweilige Herangehensweise, das diplomatische Geschick und die Management-Qualitäten von Sondergesandten sehr wohl relevant sein können“, erläutert Fröhlich.

Martti Ahtisaari

Martti Ahtisaari ehemaliger UN-Sonderbeauftragter. Er erhielt den Friedensnobelpreis für seine Arbeit als Sondergesandter in Namibia und anderen Orten.

In drei internationalen Workshops wollen sich die Forscher mit der praktischen Arbeit der UN-Friedensarbeiter beschäftigen. Ziel des Projektes ist es, praxisrelevante Einsichten zu den Möglichkeiten und Grenzen dieses Instruments der Friedensarbeit der Vereinten Nationen zu gewinnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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