Das Orientalische Institut der Universität Leipzig hat bedeutende Persönlichkeiten aus Kuwait eingeladen. Die Gäste wollen sich ein differenziertes Bild von Deutschland machen, gleichzeitig sollen die deutschen Dialogpartner ein besseres Verständnis für die arabische Welt und den Islam entwickeln.

Prof. Dr. Eckehard Schulz vom Orientalischen Institut hat, in Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigem Amt, Dr. Tareq as-Suwaidan (Direktor des religiösen Senders al-Risala), Dr. Muhammad al-Awadi (Moderator und Produzent), Dr. Abdel-Aziz al-Qassar (Professor an der Scharia-Fakultät der Universität Kuwait) und Dr. Faisal al-Zamel (Mitglied im Rat der geschäftsführenden Direktoren der Islamischen Entwicklungsbank)  eingeladen. “Unsere Gäste haben, auch über die Grenzen Kuwaits hinaus, in der arabischen Welt einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung”, so Schulz.

Das Programm für die vier Gäste aus Kuwait ist vielseitig. Am 29. und 30. November finden Vorträge mit anschließenden Diskussionsrunden statt. Am 1. Dezember werden sie die Dresdner Frauenkirche besichtigen und den Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen treffen. Weitere Programmpunkte sind eine Gesprächsrunde zum Thema “Globalisierung und Aufgaben der Religion”, ein Besuch der Abteilung Islamdialog des Auswärtigen Amtes, ein Treffen mit Mitarbeitern der Stiftung Wissenschaft und Politik sowie ein Treffen mit Vertretern des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Den Abschluss bildet das Freitagsgebet im Interkulturellen Zentrum für Dialog und Bildung. Dort wird auch ein Gespräch mit den Imamen stattfinden.

Das Orientalische Institut engagiert sich im Dialog mit der islamischen Welt nicht nur durch die Ausbildung, sondern auch durch Veranstaltungen in denen hochrangige Vertreter der islamischen Welt Deutschland kennen lernen können. So organisierte das Institut schon im August 2008 eine Reise von Richtern und Richterinnen aus dem Jemen nach Deutschland. Dabei konnten diese sich mit ihren deutschen Amtskollegen über das Rechtssystem im Jemen austauschen.

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